H. Upmann Zigarren

H. Upmann – Zigarrenpioniere mit deutschen Wurzeln

Als die Bankierssöhne Hupmann 1844 nach Kuba auswanderten, hatten sie noch vor, im Finanzgeschäft zu bleiben. Schon nach kurzer Zeit erkannte das Brüderpaar allerdings das Potenzial kubanischer Zigarren und verschenkten Vitolas aus einem eigens gegründeten Depot an Geschäftskunden. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. 1891 nahmen 200 Torcedores ihre Arbeit in einer neuen Fabrik auf, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Im Zuge der weltweiten Bankenkrise ging die H. Upmann Bankrott und die Zigarrenmanufaktur der Familie wurde 1935 von Montecristo-Gründer Alonso Menéndez übernommen. Während der kubanischen Revolution wurde die Marke dann zum größten Exporthersteller kubanischer Zigarren. Den Brüdern Hupmann wird außerdem die Erfindung des Alu-Tubos mit Holzeinlage und von manchen sogar die der Zigarren-Holzkiste mit Schiebedeckel zugeschrieben. Auch wenn es sich bei Letzterem um ein Gerücht handeln dürfte, markiert die Marke insbesondere für kubanische Zigarren einen historischen Meilenstein der Zigarrenkultur und setzte Qualitätsstandards, von denen Raucher bis heute profitieren. Mit Fug und Recht kann man sie als Wegbereiter beliebter kubanischer Marken wie der Cohiba oder der Montecristo bezeichnen.

Anbau in bester Gesellschaft

Wie auch viele andere Habanos, etwa der Romeo y Julieta, der Cohiba, der Partagás und der Montecristo, liegt das Anbaugebiet der H. Upmann-Tabake in der bekannten Vuelta Abajo-Region westlich von Havanna. Der hohe Nitrat-Gehalt des Bodens sorgt für den besonders kräftigen Geschmack kubanischer Zigarren. Wie jede echte Habano sind auch H. Upmanns Zigarren Puros: Einlage, Umblatt und Deckblatt stammen aus dem selben Land. Gefertigt werden die Premium-Longfiller von Hand in der 2002 eröffneten und damit modernsten Fabrik ihrer Art.